Wie war das noch? Peinliche Pedalen-Pannen

Wie war das noch? Peinliche Pedalen-Pannen

22. Januar 2024

Oder: Warum Dein Fahrlehrer so viel über die „richtigen Schuhe“ geredet hat.

Da fährst Du entspannt die vertraute Strecke entlang, die Gedanken bei den Lottozahlen/beim Herzblatt/beim nächsten Spiel, als das Auto vor Dir abrupt bremst.

Zum Glück brauchst Du ja nicht nachzudenken. Gebremst hast Du schließlich schon zigtausend Mal. Warum macht Dein Auto dennoch einen Satz nach vorne, statt sicher stehen zu bleiben?

Willkommen im menschlichen Gehirn! 😉 Verschiedene psychologische und physiologische Faktoren gelten als Erklärung, für das, was da urplötzlich falsch läuft:

Stressreaktion des Gehirns: In Stresssituationen schüttet der Körper Hormone wie Adrenalin aus, was zu einer erhöhten Aktivität des sympathischen Nervensystems führt.

Dies kann zu einer Verengung des Fokus führen, wodurch die Aufmerksamkeit auf bestimmte Aspekte des Geschehens gelenkt wird, während andere vernachlässigt werden.

Das Gehirn priorisiert in Stressmomenten oft schnelle Reaktionen, was zu einer reduzierten Fähigkeit zur sorgfältigen Verarbeitung von Informationen führen kann.

Automatismus und Fehler: Wenn Handlungen zu automatisiert sind, können sie anfällig für Fehler werden, besonders wenn die automatisierten Abläufe durch Stress gestört werden.

Das Gehirn neigt dazu, in bekannten Situationen auf vorprogrammierte Reaktionen zurückzugreifen. Unter Stress kann jedoch ein automatischer Ablauf versehentlich durch einen anderen ersetzt werden.

Fokussierung auf eine Aufgabe: Unter Stress neigen Menschen dazu, ihre Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Aufgabe oder Bedrohung zu konzentrieren. Dies kann zu einem „Tunnelblick“ führen, durch den andere relevante Informationen übersehen werden.

In einer Autofahrsituation könnte die Konzentration auf den Verkehr oder eine unmittelbare Bedrohung dazu führen, dass andere wichtige Elemente, wie das korrekte Treten der Pedale, übersehen werden.

Wirkung von Emotionen: Emotionale Reaktionen können die kognitive Funktion beeinträchtigen. Angst, Panik oder Wut können das Denken und die Entscheidungsfindung beeinflussen.

Unter Stress können Menschen impulsiver handeln, was zu unüberlegten und fehleranfälligen Reaktionen führen kann.

Veränderung der Feinmotorik: Stress kann die Feinmotorik beeinträchtigen, was sich besonders in Situationen manifestieren kann, in denen präzise Handlungen erforderlich sind, wie beim Autofahren.

Zusammengefasst zeigt sich: Stress kann die kognitive Funktion beeinträchtigen und die Fähigkeit zur Ausführung von präzisen und automatisierten Handlungen empfindlich stören. In solchen Momenten werden Fehler wahrscheinlicher, selbst bei vertrauten Tätigkeiten.

Also hilft es, sich manchmal selbst zu beobachten wie einen Fahrschüler und jedes Manöver bewusst wahrzunehmen. Ebenso hilft, von Zeit zu Zeit bewusst auf die sonstigen Aktivitäten zu verzichten und sich ganz auf den Verkehr und das eigene Verhalten zu konzentrieren. Das Suchwort #achtsamkeit fördert in den sozialen Medien viele weitere Tipps zutage.

Und vielleicht erinnerst Du Dich auch noch mal an Tipp Deines Fahrlehrers: Flip-Flops und High Heels haben nichts auf den Pedalen zu suchen …



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